VIA Förderpreis
Der "VIA - Förderpreis für Innovation in der Berufsausbildung"

Kleben für die Zukunft
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VIA-Förderpreis 2002 an VEKA AG verliehen

Harald Schartau, neuer "Super-Minister" für Wirtschaft und Arbeit in NRW, war Ehrengast im Forum der Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf eG bei der Verleihung des "VIA-Förderpreis für Innovation in der Ausbildung". Die mit EUR 5.000,00 dotierte Auszeichnung erhielt in diesem Jahr die VEKA AG, Sendenhorst. Der Minister lobte die Leistungen dieses weltweit aufgestellten Unternehmens im Bereich der Berufsausbildung als "Lichtstrahl in dunklen Zeiten" und er mahnte den Mittelstand diesem Vorbild zu folgen, denn der eingesparte Ausbildungsplatz von heute sei die fehlende Fachkraft von morgen! VEKA sei kraftvoll gegen den Strom geschwommen und habe Zeichen gesetzt. Der Stiftung VIA dankte der Minister, dass sie mit diesem wertvollen Preis Unternehmen in das Licht der Öffentlichkeit setzt, die Vorbildliches leisten in der Berufsausbildung. Und er verwies noch einmal nachdrücklich auf die Maxime der VIA: "Für eine solide berufliche Ausbildung junger Menschen zu sorgen, ist Verpflichtung aller, die Verantwortung tragen".

VIA Verleihung

Dr. Reinhard Langer, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums und stv. Leiter des Arbeitsamtes Ahlen konnte den Anwesenden leider keine guten Neuigkeiten zur Situation am Arbeits- und Ausbildungsmarkt vermitteln. Selbst die Perspektive für das kommende Jahr sei nicht besonders rosig. Ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes sei unverzichtbare Notwendigkeit für einen deutlichen Abbau der Arbeitslosigkeit. Um die Jugendarbeitslosigkeit weiter zu drücken, sei es unabdingbar, dass qualifizierte Ausbildungsplätze angeboten werden. Aber auch die jungen Menschen müssten räumliche Mobilität beweisen. Nicht immer sei es möglich den Wunschberuf vor Ort zu erlernen. So gäbe es deutliche Abweichungen zwischen Süden und Norden des Kreises Warendorf. Aktuell sei nur ein Jugendlicher noch nicht versorgt. Man ist im Arbeitsamt Ahlen sehr stolz, dieses Ergebnis realisiert zu haben. Damit liege man auf Platz 1 unter allen Arbeitsamtsbezirken in NRW. Auch Dr. Langer dankte Betrieben, wie der VEKA AG, die Ernst machen mit der Ausbildung und die wissen, dass der Einkauf einer externen Fachkraft in der Regel teurer ist, als die Aus- und Weiterbildung eigener junger Menschen.

"Das Unternehmen VEKA AG, Sendenhorst hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich und am eigenen Bedarf orientiert ausgebildet - wie andere Unternehmen auch.Für das Jahr 2002 ist anlässlich eines gemeinsamen Betriebsbesuchs durch den Bürgermeister von Sendenhorst und den Direktor des Arbeitsamtes Ahlen zugesichert worden, angesichts der schwierigen Lage auf dem Arbeitsmarkt das Lehrstellenkontingent von 16 auf 19 zu erhöhen. Tatsächlich hat das Unternehmen diese Zusage mit 22 besetzten Plätzen weit übertroffen. Darüber hinaus sind am 01.01.2002, 01.03.2002 und am 01.09.2002 Auszubildende von Konkursbetrieben, die somit unverschuldet ihren Arbeitsplatz verloren haben, nahtlos bei der VEKA AG in das entsprechende Lehrjahr übernommen worden. Gerade die Übernahme dieser Auszubildenden ist anzuerkennen, zumal dies deutlich über den eigenen Bedarf hinaus geht.

VIA Verleihung

Die Insolvenzen im Kreis Warendorf haben in diesem Jahr leider erheblich zugenommen und damit auch die Zahl der davon betroffenen Auszubildenden. Ohne das Engagement von Unternehmen wie der VEKA AG könnten viele Ausbildungsverhältnisse nicht fortgesetzt werden. Die Jugendlichen müssten alternativ erhebliche Zeitverluste hinnehmen oder aber im späteren Arbeitsleben ein höheres Risiko der Arbeitslosigkeit eingehen. Die VEKA AG gibt den so betroffenen jungen Menschen wieder eine Perspektive."

Die Feierstunde

Dieter Ritter, Vorstand der Stiftung VIA, dankte dem Minister dafür, dass er durch seine Anwesenheit trotz seiner vielen Verpflichtungen nachhaltig dokumentiere, dass eindrucksvolle unternehmerische Leistungen auch offiziell und öffentlich herauszuheben seien. Er lobte das starke Engagement der VEKA AG und er stellte besonders heraus: "Hierzu bedurfte es keiner besonderen Aufforderung aus Berlin, Düsseldorf oder Warendorf!" Und er verwies noch einmal auf das Motiv für den Förderpreis und hob gleichzeitig die unternehmerische Leistung des Preisträgers heraus, indem er Hermann Gmeiner zitierte: "Alles Große dieser Welt, geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muss!"

56 Auszubildende in der VEKA AG, davon haben 22 in 2002 begonnen! "Starke Zahlen!", so Hans Suntrup, Geschäftsführer der Stiftung VIA und er betonte, dass dies deutlich über den eigenen Bedarf der VEKA hinaus ginge.So sei das entscheidende Kriterium der Jury gewesen, dass die VEKA allein im laufenden Ausbildungsjahr drei Azubis aufgrund von Insolvenzen im Kreis Warendorf nahtlos in die Ausbildung übernommen habe und so diesen Jugendlichen weiter eine gute Perspektive biete, die Ihnen ansonsten unverschuldet genommen worden wäre. Und Suntrup gab einen kurzen Ausblick auf die nächsten Jahre: "Gerade auf die Ausbildung junger Menschen, die aufgrund sozialer, schulischer und sonstiger persönlicher Defizite erkennbare Probleme haben, möchte die Stiftung in der Zukunft noch stärker ihre Schwerpunkte verlagern. In diesem Punkt suchen und realisieren wir ganz bewusst die Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt und auch durchaus anderen Organisationen der beruflichen Ausbildung bzw. aus dem sozialen Bereich."

Ganz spontan verband Hubert Hecker, Vorstandsvorsitzender der VEKA AG, seine Freude über den Preis mit dem Dank an die Stiftung und er betonte, dass gerade die Investiotion in die Qualifikation des Nachwuchses in allen Bereichen des Unternehmens schon immer oberste Priorität gehabt habe und ganz selbstverständlich "gelebte Unternehmensphilosophie" sei. Insofern sei es auch nur konsequent, dass die mit dem VIA-Förderpreis verbundenen EUR 5.000,- für ein spezielles Projekt der Nachwuchsausbildung eingesetzt werden. Elke Hartleif, im Vorstand der VEKA verantwortlich für Personal, nahm den Applaus entgegen, um ihn direkt weiter zu leiten an die Azubi-Koordinatorin, Manuela Balaban, die mit sehr viel Kreativität und Kompetenz die Bildungsprojekte entwickelt und realisiert.



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